A94 nicht im Isental
Aktionsgemeinschaft gegen die A94 im Isental


Großes Jubiläum

Isental wird 1000000 Jahre alt.


Die Nachricht des Jahres: Das Isental wird eine Million Jahre alt!

Und zwar genau am 16. Juli 2011. Deshalb gibt es heuer zu unserem traditionellen Sommerfest eben auch die große Geburtstagsfeier am Lindumer Kircherl bei Dorfen.

Wie es sich für so ein Jubiläum gehört haben wir natürlich eine Festschrift erstellt. Mehr als 30 Prominente haben darin dem Isental gratuliert und schriftlich ihre Wünsche geäußert. Von Konstantin Wecker über Hans Söllner bis zu Klaus Kreuzeder, die evangelische Regionalbischöfin Breit-Kessler, der Lengdorfer Pfarrer Josef Krichbaumer, die Biermösl Blosn, Asta Scheib, Veronika von Quast, La Brass Banda und andere – sie alle gehören zu den Gratulanten. Daß dem Isental in dieser Festschrift von allen nur das Beste gewünscht wird, hängt wohl damit zusammen, dass zwar auch eine ganze Reihe von Politikern zu einem Glückwunsch aufgefordert waren, einige von ihnen aber überhaupt nicht reagiert haben. Verwundert sind wir darüber nicht.

An diesem Samstag wird die Festschrift auf dem Sommerfest präsentiert. Besonders freuen wir uns über den Glückwunsch und das Geschenk von Wolf Euba. Der Sprecher und Schauspieler kommt nämlich selbst und wird mit seiner unverwechselbaren Stimme verschiedene Glückwünsche aus der Festschrift vorlesen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: „Wer Radio hört, und das von Kindheit an, für den ist die Stimme von Wolf Euba ein lebenslanger Begleiter.“ Im Anschluß an diese Lesung kann man die Festschrift zum Preis von einem Euro kaufen.

Download der Festschrift als pdf (1,5 MByte)



Information vor Ort

Hörbeiträge zum Verlauf der A94


Ab sofort sind Hörbeiträge zu vier verschiedenen Orten im Trassenverlauf der A94 abrufbar. Sie können unter der Nummer (089) 210 833 894 + Endziffer mit dem Handy gleich vor Ort angehört werden.

Außerdem kann man sie von der Seite www.A94-B12.tomis.mobi herunterladen.

Auf dieser Seite sind auch die exakten Standorte auf einer interaktiven Landkarte verzeichnet.

Endziffern  
Schwammerl 01
Eck 02
Andrebauernkapelle 03
Reithal bei Lengdorf 04

 

Beispiel: Wählen Sie (089) 210 833 894 - 01 für den Hörbeitrag "Schwammerl".



Der Schnappauf-Trick

Warum der Prozess verloren wurde


Schon seit mehr als drei Jahrzehnten plant der Freistaat Bayern den Bau der A94 von München nach Passau. Konstant weigert er sich dabei, die Trasse Haag, die größtenteils entlang der B12 verlaufen könnte, ernsthaft in den Planungen zu berücksichtigen. Stattdessen wurden für die Trasse Dorfen (Isental) sage und schreibe 14 Planänderungen durchgeführt ... mehr




Einsparungen:

Bildung runter,
Autobahn rauf

Wir kritisieren die Streichung der Lehrerstellen. Lieber sollte bei der A94 die bescheidenere Lösung realisiert werden.

Unsere Stellungnahme:

Beton statt Bildung – das ist offensichtlich der Leitspruch der Bayerischen Staatsregierung. Denn wenn das Geld ausgeht, dann wird nicht beim völlig überzogenen Straßenbau eingespart, sondern es werden schnell mal 1000 Lehrerstellen gestrichen. Während man also bei den Kindern kürzt, wird bei der Straße weiterhin geprasst. Ein dramatisches Beispiel hierfür ist die Isentalautobahn A 94. Weil man diese auf einer neuen Trasse mitten durch die Landschaft plant, lassen die Kurvenradien auch noch überall Tempo 200 zu. Würde man hingegen die bestehende B 12 zur Autobahn ausbauen, dann müsste an einigen Stellen die Geschwindigkeit auf Tempo 130 begrenzt werden. Dies erscheint den Mehrheitsfraktionen jedoch als eine unerträgliche Einschränkung der Autofahrer.

Deshalb sind CSU und FDP weiterhin nicht bereit, auf diese ungleich kostengünstigere Trasse Haag unter Einbeziehung der B 12 umzuschwenken. Eine Trasse, die nicht nur im Bau wesentlich billiger wäre, sondern die auch einen deutlich geringeren Erhaltungsaufwand mit sich brächte, als die Isentalautobahn mit ihren unzähligen Brücken und Bauwerken.

Auch wenn Lehrerstellen vom Land und Autobahnen vom Bund finanziert werden, geht es doch in beiden Fällen um unser Steuergeld. Wir fordern deshalb eine Umschichtung. Denn wir haben bereits das perfekteste Straßennetz der Welt aber große Probleme im Bildungsbereich. Es ist absurd, starrsinnig an der sündteuren Isentalautobahn festzuhalten, und dafür lieber Lehrerstellen zu streichen. Eine etwas bescheidenere Autobahn stellt die Zukunft unserer Kinder nicht in Frage – ohne eine ausreichende Zahl an Lehrern werden sie jedoch überhaupt keine Zukunft haben.




Großveranstaltung 2009:

Aufgeben? Fehlanzeige!

Stark wie immer versammelten sich die Gegner der Isental-Autobahn auch dieses Jahr. Sie machten eines deutlich: Die Trasse Dorfen ist die falsche Entscheidung, und der Widerstand hält an. Der Filmemacher und Autor Dieter Wieland machte der Aktions- gemeinschaft Mut.

 

Presseberichte zur Großveranstaltung

Das wurde gesagt


"Ihr macht immer handfeste Vorschläge. Euch würde ich sofort in jeden Verkehrsausschuss wählen"

Dieter Wieland, Filmemacher und Autor

"Ich liebe dieses Isental wirklich und ich kenne viele, die es lieben."

Dieter Wieland

"Wir sind alle Betroffene."

Dieter Wieland

"Bleiben Sie am Ball, argumentieren Sie weiter. Es ist eine ganz glückliche Zeit. Es könnte sein, dass und das Geld ausgeht."

Dieter Wieland

"Lasst Euch nicht entmutigen. Wer für eine gute Sache kämpft, kämpft mit Leidenschaft und kann - wie bei David und Goliath - auch schier Aussichtsloses gewinnen."
Sandra Krause, Sprecherin der Bürgerinitative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn.

"Aus Empörung und Wut muss Aktivität und Widerstand werden"
Heiner Müller-Ermann, Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die A94 im Isental

Es kann sein, dass wir es nicht schaffen, dass wir es verlieren. Aber es darf nicht sein, dass wir verlieren.
Heiner Müller-Ermann


Baubeginn für den Abschnitt Ampfing-Heldenstein:

Dort wird die A94 entlang der B12 gebaut

"Feierlicher Baubeginn" für das Teilstück zwischen Ampfing und Heldenstein. Wir freuen uns mit dem Innenminister und sagen: "Na also, es geht doch."
Denn hier wird die A94 auf der alten B12 gebaut - das fordern wird seit 33 Jahren.


Stellungnahme zum Spatenstich für das Teilstück Ampfing - Heldenstein (pdf)


Neues Kostengutachten

Trasse Haag mit 200 Millionen halb so teuer wie Trasse Dorfen


Das akutelle Gutachten des Büros Vieregg & Rössler zeigt deutlich, dass die Trasse Haag auch eindeutige finanzielle Vorteile hat. Es berechnet die Trasse Haag auf 200 Millionen, die Trasse Dorfen auf 400 Millionen. Eine gewaltige Summe, die anderenen Stellen, z.B. im sozialen Bereich, fehlen würde.

Das Büro hat viel Erfahrung im Verkehrsbereich: Bereits im März 2007 hat es die Kosten für den Transrapid auf mindestens 3,36 Milliarden Euro geschätzt. Eine Zahl, die Ministerpräsident Dr. Beckstein ein Jahr später fast wörtlich wiederholen musste.

Die Zahlen sprechen für sich.
Wir fordern die Politiker auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und endlich die Trassenführung der A94 zu überdenken.




Das Wichtigste in Kürze:


1. Die Trasse Haag verläuft weitgehend auf einer Wasserscheide, die Trasse Dorfen führt durch sehr bewegtes Gelände.

Es wären nur halb so viele Erdbewegungen nötig und damit könnten 37,4 Mio Euro eingespart werden.

2. Eine Optimierung der Trasse Haag bei Reichertsheim würde die bisher geplanten zwei Brücken mit je 420 m überflüssig machen.

Damit könnten 11,9 Mio Euro gespart werden.

3. Bisher basiert der Kostenvergleich auf Zahlen von 1996, das bedeutet eine Preissteigerung um 21 Prozent auf den akutellen Stand.

3. 16 Kilometer der Trasse Haag könnten gleichzeitig für die neue Führung der B15 verwendet werden

Bei einem Durchschnittspreis von 8 Mio Euro pro Kilometer ergibt sich eine Kosteneinsparung von 128 Mio.

Fazit:
Trasse Dorfen: 404 Mio Euro
Trasse Haag: 198 Mio.


Zusammenfassung des Gutachtens zum Download (pdf, 20 KB)